RAG Event Zoo Zürich 2013

Besichtigung Elefantenpark-Baustelle

Die Zentralschweizer RAGs ProHolz Lignum Luzern, Pro Holz Schwyz, Pro Holz Unterwalden und Lignum Pro Holz Zug luden zu einer gemeinsam Exkursion ein. Der diesjährige Event Führte uns in den Zürich Zoo: zur Baustellenbesichtigung des neu entstehenden Elefantenparks.

 

Artgerechte Tierhaltung wird angestrebt

Nach der Begrüssung durch die Geschäftsführerin von Pro Holz Schwyz, Priska Reinhard, wurde die knapp 30-köpfige Gruppe von Karl Sprecher in Empfang genommen und in Richtung Baustelle geführt. Dabei erklärte dieser den Sinn und Zweck des geplanten Parks: „Früher war es das Ziel, möglichst viele Tiere auf kleiner Fläche zu zeigen. Heute hat sich diese Haltung glücklicherweise geändert. Wir sind bestrebt, die natürliche Umgebung der Tiere möglichst exakt nachzubilden.“ Der Elefantenpark ist nach der Masoala-Halle ein weiterer Meilenstein für den Zoo. Nicht nur im Hinblick auf die Tierhaltung, sondern auch bezüglich Architektur und Konstruktion setzt der Bau Massstäbe.

 
Stefanie Rossbacher und Karl Sprecher führten die Besichtigung kompetent.

 

Die Kritiker sind verstummt

Mit Helm, Leuchtwesten und Gummistiefeln ausgerüstet, machten sich die Teilnehmer auf den Weg zur Baustelle. Von Weitem erkennbar: die formvollendete Dachkonstruktion. Deren Durchmesser beträgt rund 85 Meter und die Dachfläche von 5‘000 m2 ist freitragend. Sie liegt nur am Rand auf lokalen Dachfundationen auf. Das Dach besteht aus 14‘000 m² 3-Schichtholzplatten bzw. 500 Tonnen Holz in 600 Einzelteilen. Stephanie Rossbach, Konstr. Ingenieurbau von der Firma Walt+Galmarini AG, sprach von einem konstruktiven Meilenstein: „Zu Beginn der Planung mussten wir viel Überzeugungsarbeit leisten und beweisen, dass diese Konstruktion möglich ist. Dazu gehörten aufwändige FEM-Berechnungen und Tests bei der EMPA“. Rossbach erklärte im Anschluss das grundlegende Konstruktionsprinzip: „Der umlaufende Betongurt des Elefantenhauses dient der Ableitung der Kräfte vom Dach, in die Stützen und Mauern im Managementbereich. Analog dem Anschluss des Bodens mit dem Innenzelt. Über die Fassade erfolgt keine Lastenabtragung. Die Hauptachsen, die über das Dach des Elefantenhauses verlaufen, übernehmen die tragende Funktion. Diese sind mit dem Ringbalken verbunden.“

 

Übergabe im Frühjahr 2014

500'000 Schrauben und ebenso viele Nägel später konnten die letzten Kritiker überzeugt werden und der 41 Millionen teure Bau schiesst nun in die Höhe. Im Frühjahr 2014 soll die Anlage dem Zoo übergeben werden. Gemäss Rossbach sind die anfänglichen Verzögerungen beinahe wieder aufgeholt. Die Teilnehmer waren beeindruckt von der Grösse der Anlage und nutzen die Gelegenheit für Fragen und erhielten qualifizierte Auskünfte. Der anschliessende Apéro im Restaurant Klösterli bot nochmals einen optimalen Ausblick über die gesamte Anlage. Melanie Brunner, Geschäftsführerin von Pro Holz Lignum Luzern, bedankte sich vor dem Nachtessen für das Interesse und freut sich bereits auf den nächsten Anlass.
 

ZU DEN BILDERN - RAG EVENT 2013: EVENTBILDER

 

Gruppenfoto aller Teilnehmer

Text und Fotos: Philipp Hodel, Pro Holz Schwyz

 

Weitere Informationen finden Sie unter:
Zoo Zürich Elefantenpark

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